Was ist Zikoffee?

Zikoffee ist ein ein Getränk, welches aus der Zichorienwurzel hergestellt wird. Der aufgebrühte Kaffee aus der Erde ist mehr als eine Alternative zum herkömmlichen Bohnen-Kaffee! Vielleicht hast du schon einmal vom Zichorienkaffee gehört, denn er hat eine lange Geschichte in Europa und ist in verschiedenen Varianten, beispielsweise als „Landkaffee“ oder in der DDR als „Muckefuck“, ziemlich bekannt. Dabei tun diese wenig charmanten Namen unserem Zikoffee wirklich Unrecht.

Zikoffee ist koffeinfrei und gesund. Die einzige Suchtgefahr geht von seinem leckeren, karamelligen Aroma aus. Der Ballaststoff Inulin weckt uns natürlich auf, indem es unsere Verdauung ankurbelt und darüber hinaus für gesünderes Haar und Haut sorgt.
Auch bei der Herstellung unseres Zikoffees legen wir großen Wert auf Natürlichkeit:
Wenn die Wurzeln geerntet werden, wird das obere Grün der Pflanzen zurück aufs Feld gegeben, wo es gleich als Dünger dient. Anschließend werden die Wurzeln behutsam bei 100 bis 120 Grad Celsius geröstet, damit einige ihrer Ballaststoffe karamellisieren und damit für den kaffeeähnlichen Geschmack sorgen. Nach der Abkühlung werden die Wurzeln zu kleinen Stückchen gemahlen – und unser Wurzelkäffchen ist so gut wie fertig! Aus biologischem Anbau.
Damit ist er nicht nur lecker und gesund, es müssen auch keine Kaffeebohnen quer durch die Welt geschifft werden und Unmengen an Wasser verwendet werden!


Geschichte und Herkunft

Schon die alten Ägypter kannten die Vorfahrin der Zichorie, die wir heute als „Wilde Wegwarte“ an vielen Straßenrändern blau blühen sehen können. In Ägypten wurde die Wegwarte vor allem als Heil-und Salatpflanze verwendet und als „ctchorium“ bezeichnet – eine Vokabel, die den Namen „Zichorie“ inspirierte.
Im 17. Jahrhundert brachten holländische Entdecker die Pflanze mit in den nördlichen Teil Europas. So verbreitete sie sich von Holland erst nach Belgien, dann nach Frankreich, und schaffte es schließlich bis nach Russland!
Mitte des 18. Jahrhunderts erhöhte Friedrich der Große, seinerzeit Kurfürst, den Zoll auf Kaffee sehr stark und es setzten Einschränkungen für die Kaffeeherstellung ein. Die damals in Preußen lebenden hugenottischen Bauern mussten sich angesichts dieser Auflagen etwas einfallen lassen – sie rösteten die Zichorienwurzel und mischten sie dem verdünnten Kaffee bei, um die intensive Schwarzfärbung des Getränkes zu erhalten.
Während der Weltkriege wurde sich der Vorzüge der robusten Pflanze erinnert und ihre Wurzeln als Kaffee-Ersatz zum „Kriegskaffee“ verarbeitet.
Auch in der DDR, in der Kaffeebohnen ein Luxusgut waren, wurde die Zichorienwurzel zusammen mit Malz, Eicheln, Getreide oder Runkelrüben zum sogenannten „Muckefuck“ als Kaffee-Ersatz verarbeitet. Dabei ist nicht ganz klar, ob diese eigentümliche Bezeichnung vom französischen „mocca faux“, also falscher Kaffee, oder von den rheinisch-westfälischen Worten „mucken“ für braunen Holzmulm und „fuck“ für „faul“ kommt.
Jetzt wollen wir der Zichorienwurzel ein Comeback ermöglichen – sie ist nämlich viel mehr als bloß eine Alternative!